Johann Altmann
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Presse Information

Pressemitteilung 06-10 vom 15. Npvember 2010

Wohnungsmangel und kein Ende in Sicht!

Stadtrat Altmann: "Wird der private Wohnungsbau in München unnötig behindert?"

Aktueller Bericht zur Wohnungssituation in München zeichnet Negativtrend am Wohnungsmarkt – Stadtrat Altmann sieht die Stadtplaner und v.a. die Lokalbaukommission in der Verantwortung

München, 15. November 2010 (mk) Der aktuelle Bericht zur Wohnungssituation (2008-2009) des Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München zeichnet eine dramatische Lage für München: Auf der einen Seite steht ein anhaltender Zuwachs der Wohnbevölkerung durch Zuwanderung und erfreulicherweise auch leicht steigende Geburtenraten. Dem gegenüber steht jedoch ein erheblicher Rückgang bei Baugenehmigungen und der Fertigstellung von Wohnungen v.a. im sozialen und geförderten Bereich.

In Zahlen*) bedeutet das beispielsweise:

minus 6 Prozent bei Baugenehmigungen (in Wohneinheiten)

minus 4,2 Prozentpunkte bei Baufertigstellungen geförderter Wohnungen

minus 5,8 Prozent bei Sozial- und Belegrechtswohnungen

Diese Negativ-Entwicklung ist zudem gekennzeichnet durch einen ungebrochenen Trend von rapide steigenden Immobilien-, Miet- und Nebenkosten, darunter*):

plus 21,1 Prozent bei Bauland für Mehrfamilienhäuser in guten Wohnlagen

plus 7,8 Prozent bei Eigentumswohnungen im Bestand bei gutem Wohnwert

plus 3 Prozent bei der mittleren Bruttokaltmiete im Wohnungsbestand

plus 6 Prozent bei den Mietnebenkosten von 2008 im Vergleich zu 2006

*) Quelle: Bericht zur Wohnungssituation in München 2008-2009, Hrsg. Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung

Der städtische Wohnungsbericht spricht daher zu Recht von einem "dringenden Handlungsbedarf bei preisgünstigen Wohnungen".

Stadtrat Johann Altmann, Freie Wähler dazu: "Als Stadtrat erreichen mich immer wieder Beschwerden von Münchner Bürgerinnen und Bürgern, die zwar entgegen dem zitierten Trend und trotz der enorm gestiegenen Kosten noch Bauvorhaben planen, jedoch in der Durchführung durch nicht nachvollziehbare und sich ständig ändernde Auflagen eingeschränkt und durch sich zeitlich lang hinziehende Verfahren gegängelt werden. Teilweise werden Bauprojekte sogar komplett mit einem Ablehnungsbescheid negativ beschieden. Insbesondere die Münchner Lokalbaukommission erwirbt sich dabei den zweifelhaften Ruhm, offenbar bei privaten "Kleinbauvorhaben" besonders gründlich und für die Bauherren häufig negativ zu prüfen, während Bauträgern von Großprojekten scheinbar rote Teppiche ausgerollt werden, um das Vorhaben wunschgemäß durchführen zu können – wie etwa bei den in der Öffentlichkeit stark umstrittenen Pasing-Arkaden. Auffallend ist auch, dass bei stadteigenen Nutzbauten notfalls sogar vorgegebene Bebauungspläne dem Bedarf entsprechend angepasst werden. Ein gutes Beispiel ist hier ein etwa dreistöckiges städtisches Umspannwerk in der Putzbrunner Straße inmitten eines als Wohngebiet mit maximal zwei Stockwerken ausgewiesenen Areals."

Um diesem Negativtrend nachzugehen bietet Stadtrat Altmann betroffenen Bürgerinnen und Bürgern an, sich bei garantierter Wahrung der Anonymität vertrauensvoll an sein Büro zu wenden. Extra für diesen Zweck ist eine eigene Mail-Adresse geschaltet:

wohnungsbauproblem @ fw-muenchen-stadtrat.de

Außerdem verlangt Johann Altmann detaillierte Auskünfte von der Stadt München zu den Zuständen und mit welchen Maßnahmen man gegen diesen Trend vorgehen will. "Außerdem", so Altmann, "sehe ich dringenden Handlungsbedarf beim Mietspiegel. Es ist zwar löblich, dass mittlerweile auch die Stadt-SPD diesen als problematisch empfindet. Noch besser wäre es, wenn die bisher im Rathaus vorherrschende Blockadehaltung gegen eine Neuausrichtung des Mietspiegel aufgeben würde, so dass dieser nicht mehr nur als reine Beschreibung eines Ist- Zustandes wirkt, sondern insbesondere soziale Aspekte, die stark steigenden Wohnnebenkosten, den jeweiligen Konjunkturverlauf sowie ökologische Faktoren einbezieht und höher gewichtet!"

Hinweise für die Medien: Der Pressemitteilung beigefügt finden Sie die Stadtratsanfrage zum Thema.


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